Videospiele sollen direkt auf den Fernseher: Das Ende der Spielekonsole?

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Die Ära der Spielekonsolen scheint bald der Vergangenheit anzugehören, denn in ferner Zukunft soll der Unterhaltungsmarkt vom sogenannten „Cloud-Service“ beherrscht werden. Dabei kann vom Konsumenten direkt über den Fernseher ein Videospiel gespielt werden. Diese Möglichkeit steht Computerbesitzern mit Internetanschluss bereits zur Verfügung, doch das Umlegen auf den Fernseher, könnte eine kleine mediale Revolution auslösen.

Ein Spiel auswählen und direkt los spielen

Über 95 Prozent der deutschen Haushalte verfügen über einen Fernseher und auch in der restlichen Welt sieht es zumindest in den erfolgreichen Industrieländern ähnlich aus. Die Nachfrage nach einem Dienst wie Cloud-Service über den heimischen Fernseher wäre sicherlich riesig. Nicht nur, dass das Interesse an Spielen, Filmen und Musikstücken, welche ohne Datenträger über das Internet angeboten werden, in den letzten Jahren stark gestiegen ist. Auch die Tatsache, dass möglicherweise kein zusätzliches Gerät gekauft werden muss, klingt mehr als verlockend. Das große Projekt wird voraussichtlich noch dieses Jahr von den amerikanischenTelekom-Firmen AT&T und Verizon Communications in Angriff genommen. Durch Tests wird sich schnell herauskristallisieren, ob und wie eine konstante Übertragung von Spieleinhalten über den Fernseher möglich ist. Zur Unterstützung haben sich die Telekom-Firmen scheinbar die relativ jungen Unternehmen Agawi, Playcast Media Systems und CiiNOW ins Boot geholt. Diese sind zuständig für eine ausreichende Übertragungsgeschwindigkeit der Inhalte.

Wo liegt die Zukunft?

Es klingt prinzipiell nach einer guten Sache. Man verbraucht keinen unnötigen Platz für eine Konsole und deren Spiele, erhält Zugriff auf Spieleinhalte bequem über die Fernbedienung und kann von jedem Wohnzimmer aus spielen. Doch es ist zunächst noch unklar, ob eine stabile Übertragungsrate möglich ist und ob zusätzliche Hardware gekauft werden muss.