Verstaubt die Wii-U-Konsole in den Regalen?

Dienstag, 13. Mai 2014

Nintendo muss sich gegenüber seinen Mitbewerbern Sony und Microsoft erneut bewahrheiten. Der Umsatz des Spielegiganten schrumpft um satte 10 Prozent. Die Wii-U als neu etablierte Konsole konnte bis heute nur einen schleppenden Verkauf verbuchen.

Viele Kunden greifen lieber auf Tablet- und Smartphone-Spiele zurück. Die Wii U wird nur selten in heimischen Wohnzimmern aufgestellt. Der japanische Hersteller Nintendo muss deshalb rasch reagieren. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde ein Minus von über 23 Milliarden Yen (umgerechnet 163,5 Millionen Euro) erzielt. Der Umsatz reduzierte sich um beachtliche 10 Prozent des Gesamtumsatzes. Ein Hauptgrund für diesen drastischen Einschnitt, lieferten die deutlich populäreren Mitkonkurrenten am Gamesmarkt.

Viele User greifen auf Microsoft oder Sony zurück

Betrachtet man die Verkaufszahlen der Spielekonkurrenten, wird ein klarer Vorteil gegenüber Nintendo ersichtlich. Innerhalb von zwei Monaten konnte die neu XBox One bereits drei Millionen Käufer begeistern, Sony erzielte sogar bis zu 5,3 Millionen Konsolenverkäufe. Im Vergleich zu den 300.000 abgesetzten Wii-U Konsolen, schneidet Nintendo mit äußerst schlechten Zahlen ab. Einen gemeinsamen Feind können allerdings alle drei Hersteller nennen. Mobile Endgeräte, wie Smartphones und Tablet-Pc schrumpfen langfristig den Umsatz und nehmen einen großen Teil der Käuferschicht weg. Leichte und schnelle Unterhaltung ohne hohe Unkosten liegen im Trend. Nintendo möchte nun auf familienfreundliche Unterhaltung zurückgreifen und ein Remake des Kassenschlagers „Mario Kart 8“ auf den Markt bringen. Derartige Spiele genießen inzwischen hohe Konkurrenz, vor allem durch unzählige Gratis-Apps für Tablet & Co.

Nintendo: Kürzungen von Gehalt als erste Maßnahme

Aufgrund der schlechten Jahresergebnisse verzichtet Nintendos Chefetage für satte fünf Monate auf die Hälfte des Gehalts. Man möchte allerdings im Bereich der Videospielplattformen und Software bleiben. Rasche Handlungen sind erforderlich, damit der Negativtrend abgewendet werden kann. Bleibt zu hoffen, dass die Wii-U kein Ladenhüter wird.