Lernen mit der Spielekonsole

Dienstag, 17. August 2010

Eine alte These widerlegt – Lernen mit Videospielen
„Kinder, die mit der Konsole spielen, verdummen!“ So hieß es noch vor einigen Jahren. Denn der Konsolenspielemarkt war – und ist leider immer noch – überflutet von Kriegsspielen und anderen Programmen mit fragwürdigem Inhalt. Doch die alte Regel, dass Videospiele nur zum Zeitvertreib taugen, gilt seit einiger Zeit nicht mehr. Denn nach und nach setzen sich wertvolle Programme gerade im Konsolensektor durch, so dass Spielekonsolen einen immer angeseheneren Ruf bei den Kritikern erlangen.

Spielspaß und Lernen – Die neue Generation der Spielekonsolen

Auslöser für diesen Wandel war unzweifelhaft der seit seinem bestehen wohl innovativste Hersteller von Videospielen: Nintendo. Jener Hersteller konnte das Blatt mit seinem Handheld, dem Nintendo DS, und seiner „Wohnzimmerkonsole“, der Wii, wenden. Microsoft und Sony ziehen bislang nur widerwillig nach.

Während die Wii sich auf „Bewegungsspiele“ aller Art spezialisiert hat und selbst in Altersheimen Anklang findet, da sie es unseren älteren Mitmenschen ermöglicht, in den sicheren, für sie erreichbaren vier Wänden zu kegeln oder sich im Yoga zu üben, verfügt gerade der mobile Nintendo DS über ein reichhaltiges Inventar an Lernspielen. „Dr. Kawashimas Gehirn Jogging“, „Professor Kageyamas Mathematik Training“ und die „Lernerfolg Grundschule“-Reihe sind angesagt. Heutige Kinder spielen diese Spiele ebenso gern wie Actionspiele, lernen spielerisch wichtige Inhalte und werden durch Erfolg motiviert. Dies führte sogar soweit, dass Nintendo vor einiger Zeit eine Studie an Schulen mit ihrer Konsole Nintendo DS durchgeführt hat. Das Ergebnis war trefflich geeignet, die These von den „verdummenden“ Videospielen endgültig zu widerlegen.

Ein unerwarteter Überraschungserfolg

Das Lernen mit der Spielekonsole ist ein aktuelles Thema. Der Erfolg von Lernspielen überraschte Kritiker, Händler und die Hersteller selbst. Dahinter steckt ein innovatives Konzept, ideal geeignet, den schulischen Unterricht zu unterstützen, statt ihn zu behindern.