iPad-Spiele auf den Fernseher bringen: Der Praxistest

Dienstag, 10. April 2012

Mit dem iPad bietet Apple nicht nur einen schicken Tablet zum Surfen, Mailen und Musik hören, mit einem Fernseher wird der flache Alleskönner auch zum legitimen Konsolenersatz. Für Besitzer des iPad gibt es zwei Möglichkeiten, den Bildschirm zum Spielen um den heimischen Fernseher zu erweitern: Entweder mittels Kabel und eines Adapters, der das iPad um einen HDMI Anschluss reicher macht oder via Apple TV, das das iPad automatisch via Wi Fi erkennt und so eine drahtlose Verbindung zum Fernseher möglich macht. Über Apples Airplay geht es dann ganz schnell und einfach über die internen Menüs – wenige Klicks und das iPad überträgt sein Bild an den Fernseher.

Eigentlich sind diese Funktionen für die Betrachtung von Fotos oder Videos gedacht, aber es funktioniert genau so gut mit Spielen, zumal einige Anbieter bereits Zusatzfunktionen für die Bildschirmerweiterung bieten. So dient das iPad in einigen Spielen nicht nur als Gamepad-Ersatz, sondern fungiert als zweiter Bildschirm, wie etwa beim Nintendo DS. Mit dem iPad am Fernseher hat man einen adäquaten Ersatz für die Konsole, denn es gibt im Appstore eine riesige Auswahl an Spielen, die zumeist deutlich günstiger sind als die Spiele der großen Heimkonsolen. Außerdem sehen die Spiele auf dem iPad nicht nur grafisch bereits extrem gut aus und lassen sich intuitiv steuern, das iPad lässt sich eben außerdem noch in die Tasche stecken, so dass man auch unterwegs noch arbeiten oder spielen kann, was mit Konkurrenzkonsolen kaum möglich ist.

Allerdings hinkt die ständige Übertragung leicht, wenn der Prozessor vom Game ausgelastet ist, so dass es bei aufwendigen Spielen durchaus hakeln kann und dass die Übertragung über W-LAN eben doch einige Millisekunden dauert, wird in hektischen Spielsituationen deutlich. Aber um zuhause auf dem großen Bildschirm zu spielen, lässt sich das iPad durchaus zweckentfremden und muss sich hinter der Konsolenkonkurrenz nicht verstecken.