Die Android-Spielkonsole Ouya trotzt ihren Kritikern

Donnerstag, 17. Juli 2014

Vor einem Jahr konnte ein Android einen unerwarteten Erfolg feiern. Die kleine Spielkonsole Ouya des Herstellers war von Fans mit über 8,6 Millionen US-Dollar finanziert worden. Ab dem 25.Juni 2013 wurde sie im freien Verkauf angeboten.

Wie ging es nach dem Verkauf weiter?

Was folgte, war die Ernüchterung. Die vernichtenden Urteile von größeren Technikportalen lauteten: Nicht genügend exklusive Spiele, eine zu schwache Leistung und die Basissoftware sei zu instabil. Doch allen Kritikern zum Trotz ist die Ouya noch immer auf dem Markt und konnte ungeachtet der anfänglichen Schwierigkeiten eine wachsende Zahl der Entwickler für sich gewinnen.Ein Jahr nach dem Marktstart hat sich die ungewöhnliche Spielkonsole Ouya den Kritikern bewiesen, auch wenn die Konkurrenz stärker wird, beispielsweise der mächtige Konzern Google.

Aktueller Stand

Über 36.000 Entwickler schreiben aktuell Spiele für das Android-Gerät, derzeit sind 840 auf dem Markt. Zum Start des Geräts waren es 170 Spiele, ein deutlicher Anstieg demzufolge und im Gegensatz zu manchen Konkurrenten sind viel mehr Titel im Angebot. Doch viele produzierte Spiele sind weniger aufwendig und aufgrund der schwächeren Hardware können sie grafisch nicht mithalten. Zudem sind einige der Spiele auch für andere Konsolen und den PC erhältlich, was den Anreiz verringert. Ein Grund für die Nutzung der Ouya Spiele sind die vergleichsweise geringen Preise, oftmals im einstelligen Bereich. Ein weiterer Anreiz sind zusätzliche Funktionen, mit denen das Gerät beispielsweise mit der Nutzung einer App auch für das Abspielen von Musik und Filmen genutzt werden kann.

Wie sieht die Planung aus?

Es steht einiges in Planung. Unter „Ouya Everywhere“ sollen die Funktionen der Plattform beispielsweise auf vielen unterschiedlichen Modellen realisiert werden können. Zudem ist eine Ouya 2 geplant. Die Frage stellt sich nach wie vor, ob das Konzept lange am Leben bleiben wird. Den Kritikern hat Android bis zum jetzigen Zeitpunkt auf jeden Fall getrotzt.


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